01Welche drei technischen Risiken sehen Sie zuerst?
Guter Beleg: markierte Zeichnung mit Priorität, Ursache und Klärungsweg.
Warnsignal: «Kein Problem» ohne Rückfragen.
Ein gutes Lieferantengespräch erzeugt keine möglichst glatte Präsentation, sondern überprüfbare Antworten: Wer hat welches Risiko erkannt, wie wird es nachgewiesen und was passiert bei einer Abweichung?
01 / MACHBARKEIT02 / WERKSTOFF03 / WERKZEUG04 / QUALITÄT05 / KAPAZITÄT06 / LIEFERKETTEFragen Sie nicht nur nach einem Ja oder Nein. Verlangen Sie den Gedankengang, den vorgesehenen Nachweis und die Person, die später verantwortlich ist. Gute Antworten dürfen Risiken enthalten; entscheidend ist, ob sie konkret, konsistent und belegbar sind.
01Guter Beleg: markierte Zeichnung mit Priorität, Ursache und Klärungsweg.
Warnsignal: «Kein Problem» ohne Rückfragen.
02DFM-Kommentar zu Wandstärke, Entformung, Rippen, Anspritzung und Toleranzen.
Pauschale Forderung ohne Bezug zur Funktion.
03Anforderungsabgleich zu Klima, Medien, Mechanik, Oberfläche und Nachweisen.
Nur ein Polymer-Kürzel ohne konkrete Type.
04Definierter Änderungs- und Bemusterungsweg für Hersteller, Type, Farbe oder Rezyklat.
Austausch «nach Verfügbarkeit» ohne Zustimmung.
05Benannter Werkzeugmacher, Spezifikation, Stahl, Heisskanal und Abnahmeort.
Unklarer Unterauftrag ohne technische Schnittstelle.
06Vertrag, Inventarnummer, Standort, Zubehörliste und Herausgaberegel.
Eigentum nur über eine Rechnungsposition erklärt.
07Werkzeugstände, Messumfang, Prozessfenster, Musterzahl und Freigabeverantwortung.
Ein einziges «Gutteil» ohne dokumentierten Prozess.
08Verknüpfung von Funktion, Zeichnungsmerkmal, Risiko, Messmethode und Frequenz.
Standardbericht unabhängig vom Bauteilrisiko.
09Dokumentierte Parametergrenzen, Einflussgrössen und Wiederholnachweis.
Nur ein Sollwert ohne zulässigen Bereich.
10Materialcharge, Maschine, Werkzeugstand, Prozessdatensatz und Prüfergebnis verbunden.
Rückverfolgung endet am Lieferschein.
11Maschinenfenster, Schichten, Kavitäten, Zyklus, Anlaufkurve und Engpassprozess.
Jahreskapazität ohne Bezug zu Los und Spitzenbedarf.
12Ersatzmaschine, kritische Ersatzteile, Reaktionszeit und Wiederanlaufplan.
Allgemeiner Notfallplan ohne projektspezifische Abhängigkeit.
13Unterlieferanten für Werkzeug, Veredelung, Prüfung, Montage und Transport benannt.
Verantwortung verschwindet zwischen mehreren Parteien.
14Schriftliche Freigabe vor Umsetzung, Versionsbezug und klarer Eskalationsweg.
Mündliche Zustimmung oder Information erst mit Lieferung.
15Terminplan, Verpackung, Kennzeichnung, Dokumente, Incoterm und Wareneingangsplan.
Preis und Lieferwoche ohne definierte Übergabedaten.
Bewerten Sie jede Antwort nach derselben Skala. Ein Lieferant mit transparenten offenen Punkten kann belastbarer sein als ein Anbieter, der jede Frage sofort bejaht.
Halten Sie Frage, Antwort, Beleg, Restpunkt, Verantwortliche und Fälligkeit in einem gemeinsamen Protokoll fest. So wird aus dem Anbietertermin eine prüfbare Vergabegrundlage.